Murtenbieter - Das Herz als Informationsquelle

Murten / Das Herzstück ihrer Arbeit hängt direkt mit dem Herzen zusammen. Die Murtnerin Judith Conus hat sich als Business Coach das Ziel gesetzt, dass Gesundheit und Prävention noch stärker als Erfolgsfaktoren anerkannt und nachhaltig in den Unternehmen etabliert werden. Dazu nutzt sie ein neuartiges Arbeitsmittel.

Zwar setzen bereits viele Schweizer Unternehmen auf Prävention und gesundheitsfördernde Maßnahmen. Damit sollen Burnout-Risiken, Herzkrankheiten, Schlaganfälle und damit Leistungsabfall im Vorfeld verhindert werden. Viele haben auch schon ein betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) eingeführt. Doch: Wie effektiv und ob die Maßnahmen tatsächlich greifen war bislang nicht medizinisch fundiert evaluierbar. Außerdem: Jeder Mensch ist anders. Bräuchte sie oder er dann nicht auch individuelle Unterstützung. Judith Conus beschäftigt sich nicht nur im Herzmonat November mit dem Herzen. «Als Business Coach und Herzratenvariabilitäts-, kurz HRV-Professional ermittle ich mit einer einfachen und zuverlässigen HRV-Messung den zweifelsfreien Gesundheitsstatus von Führungskräften und Mitarbeitern», so Judith Conus. Mit dieser HRV-Methode wird messbar, was bisher nicht messbar war. «Denn das Herz als körpereigener Gesundheitssensor sagt immer die Wahrheit.» Dabei lasse sich auch feststellen, wie leistungs- und regenerationsfähig jemand ist. Erstmalig ermöglichen Messungen des wissenschaftlich gesicherten HRV-Gesundheitsindikators im Arbeits- und privaten Umfeld das objektive Erfassen von Gesundheitsfakten im Unternehmen. Das gilt insbesondere auch für die psychische Gefährdungsanalyse am Arbeitsplatz. Die von Conus genutzte HRV-Methode der Autonom Health GesundheitsbildungsGmbH wird seit vielen Jahren in den deutschsprachigen Ländern auf dem Gesundheitsmarkt eingesetzt.  Autonom Health hat auf diesem Gebiet über ein Jahrzehnt Erfahrung, sogar im Leistungssport. Endlich können die individuellen Gesundheitsrisiken medizinisch untermauert gemessen, analysiert und darauf basierend zielgerichtet Maßnahmen eingeleitet werden. Bisher bemühten sich Gesundheitsverantwortliche in Unternehmen, per Fragebögen zur Selbsteinschätzung den Gesundheitszustand ihrer Mitarbeiter zu analysieren, um davon ihre Maßnahmen abzuleiten. Doch die gesundheitliche Selbsteinschätzung ist keine medizinisch fundierte Bewertungsgrundlage. Man kann sich gesund fühlen, aber vor einem Burnout stehen. Also ist der wahre Gesundheitszustand eine Blackbox. «Doch diese unbefriedigende Situation» so Judith Conus „lässt sich mit der HRV-Methode radikal ändern.“ 

Vier Stufen bei HRV-Methode

Die vier Stufen der HRV-Methode sind HRV-Messung, Auswertung, Bewertung und gesundheitsfördernde Empfehlung. Zur Messung wird ein unauffälliger Minirekorder am Brustkorb angelegt. Man kann ihn 24 Stunden tragen. Die so gemessene HRV beschreibt den zeitlichen Abstand von Herzschlag zu Herzschlag. Die von der Autonom Health entwickelte Software zeichnet die HRV auf, wertet die Ergebnisse medizinisch fundiert aus und stellt sie wie eine Gesundheitslandkarte bildlich dar. Damit eröffne sich für das BGM eine völlig neue Dimension. Die HRV-Messung spiegelt das gesamte Spektrum wider von Schlaflosigkeit bis hin zur Burnout-Gefährdung und Regenerationsfähigkeit. Erst auf diese absolut eindeutigen Fakten über den individuellen Gesundheitszustand lassen sich nutzbringende, gesundheitsfördernde BGM-Maßnahmen erstellen. tb

Artikel Murtenbieter vom 4. Dezember 2015 als PDF